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Historisches und Basisinfos zur Bienenhaltung

 In der Frühzeit war die Imkerei kein organisiertes Halten von Bienen in Beuten (Bienenkästen), sondern vielmehr ein mühsames und gefährliches Jagen und Sammeln nach Bienen und deren Produkte. Bienenschwärme wurden aufgespürt, um sie dem Honig und Pollen zu berauben und wie z.B. die alten Germanen Met zu gewinnen.

Die Haltung von Bienen in Beuten ist erstmals erwähnt im Zusammenhang mit den ersten großen Kulturen. So sind Überlieferungen über Bienenhaltung in Ägypten 2400 v.Chr. und Mesopotanien 700 v.Chr. vorhanden. In Mitteleuropa lassen sich zwei Entwicklungslinien verfolgen, die Waldimkerei und die Korbimkerei. Die Waldimkerei hatte v.a. im Mittelalter Bedeutung und durch den hohen Wert des Honigs und Wachs (v.a. für die Kirchen) auch großes Ansehen. Sie entwickelte sich vom Sammeln des Honigs aus hohlen, von Bienen bewohnten Bäumen zu einer gezielten Aushöhlung großer Bäume mit anschließender Ansiedlung von Bienenvölkern. Durch die stärkere forstliche Nutzung der Wälder wurde die Waldbienenhaltung verdrängt und die Zeidler (Waldimker) stellten ihre Klotzbeuten (hohle Baumschnitte) am Haus in Bienengärten auf. Die Korbimkerei hat ihre Anfänge vor 1500 bis 2000 Jahren. Aus Zweigen wurden Körbe geflochten, welche mit Lehm abgedichtet, zu Bienenbehausungen wurden.

Die heutige Bienenhaltung unterscheidet sich im Vergleich zur Bienenhaltung in der Vergangenheit v.a. durch zahlreiche neue Erfindungen und Erkenntnisse. Heute ist der Wabenbau nicht mehr starr und fest verbaut, sondern die Waben können mit Hilfe von Rähmchen herausgenommen werden. Vorgeprägte Wachsplatten, Honigschleudern und Magazinbeuten erleichtern dem Imker die Arbeit. Dazu kommen die zahlreichen Imkervereine und -verbände, die den Imkern beratend zur Seite stehen. Nicht zu vergessen die Arbeit im Bereich der Forschung, die das Leben der Bienen transparenter macht und damit den Imkern mehr Informationen verschafft.

Quelle: aid, Daniel Thomann